10. Dezember 2011 – 1. Gruppe krönte die Kameradschaft wieder mit einer Weihnachtsfeier - Horst Griebel bringt Schwung in die Gruppe -
Bei den Gruppendiensten des scheidenden Jahres 2011 entschieden sich die Kameraden der 1. Gruppe der Freiwilligen Feuerwehr Schnega, ihre traditionelle Weihnachtsfahrt zum Braunschweiger Weihnachtsmarkt zu unternehmen. 08.45 Uhr traf man sich mit Frau und Kind und fuhr in Fahrgemeinschaften zum Bahnhof in Bad Bodenteich. Von hier aus ging es dann mit der Regionalbahn nach Braunschweig. Dort angekommen, galt es nicht nur die Glühweinbuden und Bratwurststände zu erobern. Nein auch das üppige Angebot der vielen Einkaufsmöglichkeiten konnte hier ausgenutzt werden. Nach der Weihnachtsfahrt folgte wie immer die Weihnachtsfeier. Man sprach über das Erlebte des Tages und des Jahres. Dabei gab es auch so manches lustiges. Würstchen und Kartoffelsalat ließ die letzten knurrenden Mägen verstummen. Eine tolle Anerkennung erhielten die Kameraden in diesem Jahr in Form eines halben Fasses Bier, welches der Ortsbrandmeister Torsten Schmidt der 1. Gruppe zur Verfügung stellte. Das kam bei der Feiergesellschaft gut an und man fühlte sich in seiner Arbeit und Ausbildung für die Feuerwehr bestätigt. Im Durchschnitt ist die 1. Gruppe die älteste und kleinste Gruppe unserer Wehr. Dies hat sich vor kurzem geändert, denn das Team um Horst Griebel hat 3 neue junge Feuerwehrtalente dazu bekommen. Der Gruppenführer H. Griebel ist guter Dinge die Ausbildungsqualität aber auch die Kameradschaft unter den Männern, wie auch im abgelaufenen Jahr geschehen, weiter hoch zu halten. Auch D. W. Ritzmann, der wieder die Weihnachtsfahrt organisierte und am Abend eine Kiste Bier spendete, ist ein Dankeschön auszusprechen.
12. November 2011 - Gemeindeübung in Biogasanlage bei Schnega, Bahnhof
Der Brand einer Trocknungsanlage für Gärsubstrat auf dem Gelände der Biogasanlage bei Schnega (Bhf.) am 12. September 2011, gab den Anlass zu der diesjährigen Gemeindeübung der Feuerwehren Billerbeck, Schnega und Lütenthien.
Der Ortsbrandmeister aus Billerbeck Wolfgang Struck und seine Kameraden, die diese Übung ausrichteten, brauchten nicht lange zu überlegen. So erinnerten sie sich an den nicht alltäglichen Einsatz aus dem September dieses Jahres. Struck wollte es genau wissen und rüstete Beobachter der Übung mit Stoppuhren aus. Die eingesetzten Feuerwehrkräfte bauten Ihren Löschangriff und die Wasserversorgung genau so auf, wie es vor rund zwei Monaten im Einsatz geschehen ist. Die Zeitnehmer notierten den Verlauf der Übung sehr genau. Nachdem das Übungsziel erreicht war, trafen sich die Feuerwehrleute am ehemaligen Brandobjekt, um die Aufzeichnungen auszuwerten. Schnell stellte sich heraus, dass es auch besser geht.
Das damalige Feuer brach an einem Montagabend aus. Schnell wurde es dunkel und die Einsatzbedingungen waren dementsprechend schwierig. Theorie und Praxis können, wie jeder weis, sehr unterschiedlich sein. Die Erfahrungen, die man in dieser Simulation bei Tage erhielt, waren nicht nur für die Führungskräfte wichtig. Die Kameradinnen und Kameraden bauten wieder zurück und begannen den Einsatz mit einer anderen Strategie neu. Und wieder lief die Stoppuhr mit. Die Wasserversorgung wurde zum Beispiel mit einer B-Leitung von einem Hydranten, der sich außerhalb der Anlage befindet, direkt zum Tanklöschfahrzeug, das am Brandobjekt stand, gelegt. Vorher wurde eine Tragkraftspritzenpumpe zur Verstärkung zwischengeschaltet. Ein gelungenes Ergebnis der Übung zeigte sich allein an diesem Beispiel, wo die Einsatzkräfte in Zukunft Zeit gewinnen können.
Nach der Gemeindeübung traf man sich im Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Billerbeck und ließ das Geschehene bei einem kleinen Imbiss Revue passieren.
18. September 2011 - Aktionstag in Neu Tramm mit 2 Teams
Um 09.00 Uhr am Sonntagmorgen trafen sich der Schnegaer Feuerwehrnachwuchs und einige Aktive unserer Wehr am Gerätehaus. Noch ein paar Stunden zuvor, feierten sie ihr jährliches Oktoberfest mit vielen Gästen und Kameraden. Am Morgen jedoch, schlug die Stunde der Jugend. Aufgrund der vielen Kids, konnten wir diesesmal sogar 2 Mannschaften ins Rennen schicken. Im Feuerwehrmuseum angekommen, sorgte nach der Anmeldung erst einmal ein heißer Kaffee für ein wenig Aufmunterung bei dem Ein oder Anderem. Doch schnell waren alle fit und mit vollem Eifer und vor allem Spaß bei der Sache. Alle waren sich einig und kämpften Hand in Hand, um so viele Punkte wie nur möglich einzufahren. Am Ende des Tages belegte die Mannschaft Schnega 2 den 23. Platz und Schnega 1 den 14. Tabellenplatz. Insgesamt nahmen 32 Teams am Aktionstag teil.
Mit viel Eifer und Tatendrang unserer Kameradinnen und Kameraden wurde auch dieses Mal unser Oktoberfest organisiert und vorbereitet. Neben einem Paulaner Oktoberfestbierstand, Weißwurst und Leberkäse mit Semmel oder warmen Speckkartoffelsalat, gab es am Samstagabend auch einen DJ, der die Stimmung mit Oktoberfestmusik und später auch mit Tanzmusik zum Kochen brachte. Unser stellvertretender Ortsbrandmeister Bernd Lüder ließ es sich nicht nehmen seine Lederhose aus dem Kleiderschrank zu nehmen, um dem Ganzen den nötigen Respekt zu zollen. Unsere kleinen Gäste konnten sich über den Feuerkörben Stockbrot backen und amüsierten sich auch sonst prächtig. Schwedenfackeln gaben einen weiteren urig schönen Eindruck unseres Festplatzes. Um ca. 03.30 Uhr ist die Veranstaltung beendet gewesen und die letzten Besucher fanden den Weg nach Hause. Die tolle Stimmung war eine schöne Belohnung für die Anstrengungen des Organisationsteams.
Viel Spaß und klasse Leistung von Alt und Jung unserer Wehr in Bierstedt!
Unsere Partnerwehr aus Bierstedt (Sachsen-Anhalt) richtete ein nun schon traditionelles Volleyballturnier aus. Natürlich wurde unsere Wehr auch wieder eingeladen. Unser Team setzte sich aus der Jugend und aus Aktiven unserer Wehr zusammen. Als wir jedoch den Austragungsort erreichten, machte sich schon bald eine gewisse Unsicherheit bei unseren Jüngsten breit. Da kam bei dem einen oder anderen Jugendfeuerwehrmitglied der Kommentar in den Sinn, dass da ja nur Erwachsene am Start sind. Denn wir waren der einzige Teilnehmer, der Jugend mit Aktiven paarte. Schnell merkten wir, dass die teilnehmenden Mannschaften die Regeln dieses Sportes ganz genau kannten. Für uns hieß es, diese rasch zu erlernen. Schließlich mussten wir auch als Schiedsrichter andere Partien leiten. Wir kämpften und gaben alles was nur möglich war. Dies bemerkten auch die anderen Teams und Zuschauer, die uns bei den kleinsten Erfolgen unterstützten. Schließlich wurden wir von Spiel zu Spiel immer sicherer und konnten auch wichtige Punkte verbuchen. Letztendlich belegten wir am Ende den letzten Tabellenplatz, der gefühlt allerdings viel höher einzuschätzen war. Der Applaus bei der Siegerehrung gab uns die Bestätigung hierfür. Wir alle hatten sehr viel Spaß und freuen uns auf die nächste Einladung zum nächsten Turnier.
29. Mai 2011 - Toller Erfolg unserer Kleinsten in Wustrow
Insgesamt 11 Floriangruppen nahmen am SG Zeltlager Lüchow-Wendland in Wustrow teil. Die Organisatoren wurden von allen teilnehmenden Gruppen für ihre gute Arbeit und die Durchführung des Lagers gelobt. Neben der Verpflegung der Kids und deren Betreuer, gab es auch einen Kiosk, einen Grillstand und eine Cafeteria, die Gäste und Zuschauer nutzen konnten. Die Spiele und der Orientierungsmarsch brachten dem Feuerwehrnachwuchs nicht nur die nötigen Punkte ein. Nein, sie machten ihnen in der Hauptsache auch noch riesigen Spaß! Deshalb hatten die Schiedsrichter mit den durchweg fair spielenden Floriankindern wenig Arbeit. Eine Siegerehrung am Sonntagmittag war der krönende Abschluss des Zeltlagers. In der Gesamtwertung belegte der Gastgeber Wustrow den 1. Tabellenplatz. Die Freude hierüber war nicht nur bei den Organisatoren riesengroß. Wir möchten hierzu herzlich gratulieren! Kiefen wurde Vizemeister und unsere Nachbarwehr aus Billerbeck erreichte sogar den 3. Platz. Die Kinder aus Billerbeck und Schnega verteilten sich gemeinsam auf zwei Zelte. Umso schöner für alle Beteiligten wurde der 3. und 4. Platz für den Feuerwehrnachwuchs aus Billerbeck und Schnega gefeiert. Als Bonbon durften alle Floriankinder gemeinsam Postkartenluftballons aufsteigen lassen. Die Ballons, die am weitesten fliegen werden, bescheren der jeweiligen Floriangruppe eine Überraschung.
24. März 2011 DRK Erste Hilfe Ausbildung in Schnega wurde gut angenommen!
Rund 15 Mitbürger unseres Landkreises nahmen an einer 1. Hilfe Ausbildung, die von der Freiwilligen Feuerwehr Schnega in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Roten Kreuz an 4 Abenden durchgeführt wurde, teil. So haben verschiedene Altersgruppen aus verschiedenen Gründen dieses Angebot angenommen. Gründe, wie der anstehende Führerschein, die Feuerwehr Ausbildung oder beruflicher Art. Doch es gab auch Teilnehmer, die aus freien Stücken zur Ausbildung kamen, um ihre Kenntnisse wieder aufzufrischen. Leider ist dieses Bemühen in unserer Gesellschaft nicht selbstverständlich und muss daher hoch bewertet werden! Vielleicht nimmt sich der ein oder andere so etwas zu Herzen.
Natürlich ist da eine gewisse Scheu, wenn man zum Beispiel im Falle eines Unfalls die Ersthilfe durchführen muss. Aber genau da setzt eine solche Ausbildung an. Die Ausbilderinnen und Ausbilder des Deutschen Roten Kreuzes haben eine nicht ganz so einfache Aufgabe. Sie müssen einen bunt zusammen gewürfelten Haufen von Menschen die Scheu nehmen miteinander teils „intime“ Hilfsmaßnahmen durchzuführen. Doch durch eine leicht verständliche und auch lustige Ausbildung, brechen die Ausbilder das Eis. Niemals vorbei gehen heißt die Devise, sondern zumindest Hilfe holen. Besser noch, selbst anpacken und das gelernte so gut wie nur möglich anwenden. Die Lehrgangsteilnehmer lernen in der Schulung, wie sie sich bei verschiedenen Krankheitsbildern verhalten sollen und gewinnen so an Sicherheit. Sicherheit, die im Notfall, auch wenn es in dem einen oder anderen Fall nicht so scheint, Leben retten kann. Gut zu sehen war es am Beispiel einer Kopfverletzung, bei dem die Teilnehmer sich ganz einfach mit einer Kompresse und einem Dreieckstuch gegenseitig notdürftig aber wirksam verbunden haben.
Die Ausbilderin, Sabine Lippe, lehrte es anschaulich den neugierigen Teilnehmern. Diese machten es ihr mehr oder weniger genauso nach. Wichtig war nicht, dass es so wie bei der Ausbilderin aussah, sondern es war das Ergebnis. Denn jeder Teilnehmer kam zum angestrebten Ziel, egal wie der Kopfverband aussah. Die Wunde wäre fürs Erste versorgt und der Rettungsdienst würde dann mit anschließenden Maßnahmen für eine weitere Behandlung sorgen. Ein Grund mehr nicht weg zu schauen, sondern anzupacken, wenn es sein muss. Wenn wir ehrlich sind, ist doch letztendlich jeder froh, wenn ihm geholfen wird. Die Erste Hilfe Maßnahmen verändern sich stätig, damit wir so leicht und effektiv wie möglich eine 1. Hilfe durchführen können. Daher ist eine regelmäßige Auffrischung der eigenen Kenntnisse sehr wichtig für uns alle!
Am vergangenen Samstag fand im Dörfergemeinschaftshaus Schnega die Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Schnega statt. Das vergangene Jahr stand unter dem Motto „Deine Zukunft – Feuerwehr“. Das zeigt den Stellenwert der Jugendarbeit in der Schnegaer Wehr. So begann der Tag in bewährter Tradition mit einer eigenen Versammlung für die Floriankinder und die Jugendfeuerwehr. Hier wurden nur die Jugend betreffenden Themen besprochen und ein Rückblick auf das vergangene Jahr geworfen.
Die Mitgliederentwicklung bei den Kids ist positiv, sagte Florianbetreuerin Birgit Schmidt. So sind heute zwei Kinder mehr in der Floriangruppe als im vergangen Jahr und das obwohl 4 Kinder in die Jugend gewechselt sind. Immer wieder zeigt sich der angebotene Schnuppertag erfolgreich. Die meisten Kinder kommen danach wieder. Die Kinder beschäftigten sich mit Erster Hilfe, Funkübungen und spielerisch mit Feuerwehrtechnik. Aber auch allgemeine Aktivitäten wie Sport, Spiel und Basteln kamen nicht zu kurz.
Auch in der Jugendfeuerwehr sind zurzeit 15 Kinder aktiv. Hier war das Highlight des Jahres sicher die Abnahme der Jugendflamme. Alle teilnehmenden Kinder bestanden mit fast voller Punktzahl und das „trotz großer Aufregung und Tränen vor Lampenfieber“ betonte Jugendwart Thomas Lühring. Die Kinder durften auch bei der diesjährigen Gemeindeübung in der Swinmarkschule Schnega mitwirken und sich als „vermisste Schüler“ aus dem verqualmten Gebäude retten lassen.
Neu zu wählen war turnusmäßig ein neuer Jugendsprecher. Aus dem Amt schied Nicole Hackenbroich aus. Als neue Jugendsprecherin wurde Anna Schulz aus Schnega gewählt die nun zukünftig mit Jana Schmidt die Aufgaben der Jugendsprecher wahrnehmen wird.
Am Abend folgte die „große“ Versammlung. Rückblickend war 2010 ein ehr ruhiges Jahr ohne Feuerteufel und trotz des warmen Sommers ohne abbrennende Erntemaschinen. Daneben gehört auch immer mal wieder ein umgestürzter Baum in das Einsatzspektrum der Feuerwehren. Leider traf der Baum in diesem Jahr eine noch unter Spannung stehende Hochspannungsleitung. Diese tanzte dann funkensprühend über die nasse Straße. Leider gehörten in diesem Winter auch zwei Verkehrsunfälle mit schwerverletzen und jeweils einer toten Person dazu. In diesem Zusammenhang betonte Ortsbrandmeister Torsten Schmidt die Wichtigkeit der eingesetzten Notfallsehlsorger, die am Einsatzort die Unfallbeteiligten aber auch die eingesetzten Feuerwehrkräfte betreuen. Nach beiden Unfalleinsätzen fand anschließend im Gerätehaus noch eine Nachbesprechung im Beisein eines Seelsorgers statt. Diese Betreuung sei wichtig, so Schmidt, damit das gesehene und erlebte verarbeitet werden kann.
Dann standen einige Beförderung und Ehrungen auf dem Programm. Zum Löschmeister wurde Thomas Lühring befördert. Für die 40jährige Zugehörigkeit zur Feuerwehr wurde Herbert Krause aus Schnega und für die 25jährige Zugehörigkeit Thorsten Höft aus Leisten.
Im Anschluss stand die Wahl des stellvertretenden Ortsbrandmeisters an. Dieses Amt bekleidet seit 2002 Bernd Lüder. Torsten Schmidt gab einen kurzen Rückblick auf das gemeinsam erreichte, wie z. B. die Gründung der Floriangruppe, die Beschaffung des Schaum-Wasserwerfers und nicht zuletzt den Bau der neuen Fahrzeughalle. Bernd Lüder wurde mit großer Mehrheit wieder gewählt.
Nach 46jähriger Dienstzeit wurde der Kamerad Dietrich-Wilhelm Ritzmann auf Grund des Erreichens der Altersgrenze von 62 Jahren aus dem aktiven Dienst in die Altersabteilung verabschiedet. Torsten Schmidt betonte „ihm sei nicht wohl dabei, einen noch so rüstigen 62 jährigen Feuerwehrmann mit 46 Jahren Diensterfahrung in den Ruhestand zu schicken“. Aus den verschiedensten Gründen sei es immer schwieriger junge Menschen für das Ehrenamt zu gewinnen. Der demographische Wandel trägt ebenfalls dazu bei, des es in den kommenden Jahren immer schlechter um die Zahl der aktiven Mitglieder bestellt sei. Auch Kreisbrandmeister Uwe Schulz plädierte in seiner Rede für die Anhebung der Altersgrenze, so dass die „zu früh geborenen“ länger im aktiven Dienst bleiben können.Torsten Schmidt schloss die Versammlung mit dem neuen Jahresmotto für 2011: Feuerwehr mach mit.
von li. nach re.: Bernd Lüder, Herbert Krause, Thorsten Höft, Torsten Schmidt
von li. nach re.: Jana Schmidt, Nicole Hackenbroich, Anna Schulz
11. Dezember 2010 - Die 1. Gruppe besuchte wieder einen Weihnachtsmarkt
Dieses Mal entschieden sich die Kameraden der 1. Gruppe unserer Wehr zum Weihnachtsmarkt nach Celle zu fahren. Schon seit langer Zeit, fahren die Mitglieder der 1. Gruppe mit ihren Familienangehörigen zu einem Weihnachtmarkt, der möglichst gut mit der Bahn zu erreichen ist. Finanziert wird diese Fahrt aus einer Sammelbüchse, die bei jedem Gruppendienst umhergeht und gefüttert werden möchte!
Ausgearbeitet und vorbereitet wurden und werden diese Fahrten vom ehemaligen Gruppenführer Dietrich-Wilhelm Ritzmann, der inzwischen die Feuerwehr und die 1. Gruppe in der Altersabteilung mit Rat und Tat unterstützt. Auch der neue Gruppenführer Horst Griebel hängt sich voll rein und genießt so sicherlich auch zu Recht das Vertrauen seiner Gruppe, so dass die Beteiligung der Kameraden fast bei 100 % lag. Mit dem Zug fuhr man von Schnega Bahnhof über Uelzen nach Celle, da der Weg vom Bahnhof zum Weihnachtsmarkt viel Zeit beanspruchte, bemühte sich die Gruppe im Vorfeld um eine Beförderung mit Großraumtaxen, die auch auf dem Rückweg parat standen. Auf dem Markt ging man dann zum Teil getrennte Wege. Dies stellte aber kein Problem dar. Irgendwo traf man sich wieder und probierte zusammen den Glühwein, Punsch oder Glühbier. Bier ist ein positives Stichwort dieser Weihnachtsfahrt gewesen und wird wohl noch lange in Erinnerung bleiben! Ein Rudel unserer immerlustigen Feuerwehrkameraden fand in einer kleinen Einkaufsstraße eine Kneipe mit dem Namen "Schweine Schulz". Irgendwie wurden die Schnegaer Herren wie von selbst da hinein gezogen. Dies konnte sich keiner erklären. (Wichtig: Den Frauen ging es auch gut, so hatten sie mehrere Möglichkeiten ihren eventuellen Kaufrausch in Celle auszuleben.) In der Kneipe war ein uriger Kneipenwirt, der frisch gezapftes Andechser Bier anbot. Nach ein paar Runden Bier und informativen, sowie lockeren Sprüchen, musste der Wirt leider seinen Gasthof schließen, da er ins Wochenende gehen wollte! So ging es zurück auf die Straße, wo der Regen die Stimmung nur teilweise drückte.
In Schnega wieder angekommen, trafen sich die Teilnehmer im Gerätehaus um bei einer kleinen Nachfeier über die Fahrt zu reden und weiter zu feiern. Alle waren sich sicher, dass die Ausbildung in den Gruppen sehr wichtig sei. Eine Kameradschaftspflege aber auch einen hohen Stellenwert haben sollte. Dies ist in der 1. Gruppe der Freiwilligen Feuerwehr von Schnega schon immer der Fall gewesen und wird in Zukunft auch so sein. Vielen Dank für diese Kameradschaft!
13. Novemeber 2010 - Dreierballturnier der Floriangruppen Lüchow/Wendland
Zum zweiten Mal fand ein Dreierballturnier für unseren Feuerwehrnachwuchs statt. Hier nahmen nicht nur 12 Floriangruppen aus dem Landkreis Lüchow-Dannenberg teil, sondern auch eine Kinderfeuerwehr aus Bad Bodenteich. Die Kinderfeuerwehr aus dem Landkreis Uelzen steckt im wahrsten Sinne des Wortes noch in den Kinderschuhen und wurde zu dem Turnier eingeladen.
Wie der Name schon sagt, wird mit drei Softbällen gespielt. Ziel des Spieles ist es, die jeweiligen Gegenspieler mit den Bällen abzuwerfen, so dass diese auf einer Strafbank Platz nehmen müssen! Ein abgeworfener Spieler darf erst dann wieder am Spielgeschehen teilnehmen, wenn ein Mitspieler einen Angriff des Gegners abwehrt, indem er den Ball sicher fängt! Nach einer gewissen Spielzeit wird das Spiel beendet und die Mannschaft, die die meisten Spieler auf dem Spielfeld hat, gilt als Sieger des Matches! Falls es eine Mannschaft schafft alle gegnerischen Mitspieler abzuwerfen, ist das Spiel vorzeitig beendet und somit auch gewonnen.
Mit viel Spaß und Ergeiz kämpften nicht nur die Kinder um den Titel des Besten! Den Augen vieler Kinder und auch deren erwachsenen Betreuer, sah man förmlich die „Kampfeslust“ an. Vor vielen Besuchern, die zu einer guten Stimmung in der Sporthalle beitrugen, zeigten die Kids was es heißt gewinnen zu wollen. Einige Gruppen hatten nicht genug Spieler dabei. Dies stellte aber kein Problem dar! Man half sich halt gegenseitig aus. Den Kindern war es egal, denn sie gaben alles was sie zu bieten hatten.
Einen Sieger musste es trotzdem geben!
Die Floriangruppe aus Schnega konnte ihren bereits im Vorjahr errungenen Titel erfolgreich verteidigen und wurde so vor ihrer Nachbarwehr aus Billerbeck Turniersieger. Letztendlich sind alle Teilnehmer ein Sieger solcher Aktionen. Denn Einsatz, Spaß und Freude aller, kann man mit keinem Preis honorieren!
12. November 2010 - Die Feuerwehr Lütenthien feiert beachtliche Jubiläen auf ihrer Halbjahresversammlung
-Heinrich Schulz seit 70 Jahren Mitglied der Feuerwehr Lütenthien-
Bei der diesjährigen Halbjahresversammlung der Feuerwehr Lütenthien standen gleich drei Jubiläen im Vordergrund. Der stellv. Gemeindebrandmeister Lüchow-Wendland Horst-Jürgen Schlegel, freute sich besonders den 88 jährigen Heinrich Schulz für seine 70 jährige Mitgliedschaft zu ehren. Schlegel betonte, dass er in seiner Feuerwehrlaufzeit schon etliche Ehrungen vornehmen durfte. Doch eine solche sei auch für ihn eine ganz besondere Ehrung! Heinrich Schulz, der am 01.01.1941 in die Feuerwehr eintrat und hier zum Beispiel über 20 Jahre die Aufgabe des Kleiderwartes inne hatte, präsentierte sich stolz in seiner Original Feuerwehruniform von 1941, die er kurzeitig gegen eine Soldatenuniform eintauschen musste. Mit einem schmunzeln erzählt er, dass er sie aber nicht wie befohlen abgab, sondern bei sich behielt. Dies sei schließlich ein Privileg des Kleiderwartes gewesen! Außerdem lobt er die Qualität der Uniform, die mit der heutigen nicht zu vergleichen sei, denn im Gegensatz zur neuen Uniform, passe ihm die alte Uniform noch immer. Nachdem er im Krieg schwer verwundet wurde, kehrte er wieder in den aktiven Feuerwehrdienst zurück, um mit seinen Kameraden gegen den roten Hahn sinnvoll zu kämpfen. Heinrich Schulz rückte damals noch mit dem Trecker und einer angehängten Handdruckspritze aus. Dies ist für die Kameradinnen und Kameraden von Heute kaum vorstellbar. Er blickt auf eine bewegte Vergangenheit zurück, in der er die Entwicklung und Errungenschaften im Feuerwehrwesen mit Freude und manchmal kritisch betrachtete. Diese Ehrung war aber nicht die einzige an diesen Abend. Denn auch das 50 jährige Jubiläum von Helmut Wehmeyer durfte gebührend gefeiert werden. Wehmeyer wusste von ähnlichen Erinnerungen zu berichten. Ein wenig überrascht war der dritte Jubilar. Mit Ralf Karmienke wurde Lütenthiens Ortsbrandmeister zum 25 jährigen Jubiläum geehrt. Für eine weitere Überraschung sorgten die Kameradinnen und Kameraden der Wehr, die sich ihrer Aufgaben in ihrem Löschbezirk nach wie vor bewusst sind. Sie bedankten sich für die gute Arbeit des Führungsduos Anja Schulz und Ralf Karmienke mit einem kleinen Geschenk. Die Beiden übernahmen erst im März 2009 das Ruder der Freiwilligen Feuerwehr Lütenthien und haben ihre Aufgaben bisher souverän gelöst! Anschließend feierten die Feuerwehrleute mit ihren Familienangehörigen die Jubilare im Dörfergemeinschaftshaus von Schnega.
Von l. nach r.: Horst-Jürgen Schlegel, Helmut Wehmeyer, Heinrich Schulz, Ralf Karmienke und Anja Schulz
Heinrich Schulz erhält seine Auszeich-nung für 70 jährige Mitgliedschaft in der Feuerwehr!
30. September 2010 - Funk- und Fahrausbildung einmal ganz anders!
Der Ortsbrandmeister Wolfgang Struck von der Freiwilligen Feuerwehr Billerbeck, richtete am Donnerstagabend mit seinen Kameraden eine gelungene Funk- und Fahrausbildung aus! Neben den Nachbarwehren aus Lütenthien und Schnega, nahmen auch Kameraden aus Kortenbeck und Lagendorf vom Altmarkkreis Salzwedel teil.
Nachdem die Funkgeräte auf einen Ausweichkanal umgestellt wurden, bekamen die Einsatzfahrzeuge ihre ersten Koordinaten mitgeteilt. Nun galt es die Wegpunkte zu finden und die Ankunft mit Ortsangabe den Verantwortlichen mitzuteilen. Damit war die Aufgabe aber noch nicht beendet. So sollten die Frauen und Männer vor Ort noch verschiedene Prüfungen ablegen. Neben einem Baumstammsägen, Steine stapeln, Zielhacken oder Seilspringen, galt es unter erschwerten Bedingungen Teelichter anzuzünden und von A nach B zu befördern.
Diese Prüfungen wurden bewertet und notiert. Alle Fahrzeuge mussten die verschiedenen Stationen durchlaufen. Bei jeder gelösten Aufgabe, bekamen die Mitstreiter die Möglichkeit, den Kontrahenten die nächste Koordinate über Funk mitzuteilen. So hatten sie die Verantwortung des Übungsverlaufes übernommen! Die Verantwortlichen schalteten sich nur im Ausnahmefall ein, um den Ablauf der Übung sicher zu koordinieren. Am Ende trafen sich alle im Gerätehaus Billerbeck, um bei einer kleinen Siegerehrung und einem Imbiss, sowie einer anschließenden gemütlichen Runde, über das Erlebte zu erzählen.
25. September 2010 -Feuer in der Swinmarkschule in Schnega
So hieß am Samstagvormittag ein Einsatzbefehl im Zuge einer Gemeindeübung für die Feuerwehren Lütenthien, Billerbeck und Schnega. Da die Kinder der Grundschule Schnega an diesem Tag einen Projekttag in ihrer Schule besuchten, war sie mit Lehrern und Schulkindern voll besetzt. Die Lehrer wussten, dass eine Übung stattfinden sollte. Die Kinder hingegen ahnten jedoch nichts! Es war also interessant zu sehen, wie die Kinder reagieren würden, wenn sie auf einmal mit verqualmten Rettungswegen und einer Rettung über die Fenster und den Außentreppen konfrontiert werden. Als die ersten Einsatzkräfte an der Schule eintrafen, trat dichter Rauch aus den Fenstern im Obergeschoss. Die Einsatzleitung entschied die Menschenrettung in den Vordergrund zu stellen. Sofort wurde die SEG und weitere Verstärkung angefordert. Insgesamt 6 Atemschutzgeräteträgertrupps rüsteten sich aus, um die Kinder und Lehrer aus dem Obergeschoss zu befreien. Die Evakuierung im unteren Geschoss lief sicher und geordnet. Die Lehrer führten ihre Kinder souverän und ruhig zur Sammelstelle, die sich am Sportplatz befand. Hier wurde die Vollzähligkeit geprüft und an die Einsatzleitung gemeldet. Nachdem der Hausmeister Kinder ins Freie brachte, rannte dieser wieder in das „brennende Gebäude“ und musste schließlich gesucht und gerettet werden. Die Mutter eines inder Schule vermissten Kindes wurde von mehreren Feuerwehrkameraden zurück gehalten und anschließend betreut! Eine verletzte Frau musste mit einer Trage über die Außentreppe getragen werden. Über Steckleitern drangen die Kameradinnen und Kameraden in Räume vor, die nur über die Fenster zu erreichen waren. Die Jugendfeuerwehr aus Schnega hatte die Aufgabe sich als verängstigte Kinder zu tarnen, die sich z. B. im Keller vor den Flammen und Rauchgasen in Sicherheit bringen wollten. Durch zwei Nebelmaschinen, die von der Samtgemeinde gestellt wurden, war das Schulgebäude so stark vernebelt, dass die Atemschutztrupps nur geringe Sichtweiten hatten. Das Atmen viel den Opfern wegen der Vernebelung nicht leicht und so waren sie froh, als sie nach der Rettung im Freien waren! Am Schluss der Übung, stellten einige Kinder aufgeregt Fragen an die Feuerwehrleute. Bei einer anschließenden Manöverkritik, zeigten sich die Verantwortlichen der Schule und der Feuerwehren erfreut über die gelungene Übung. Alle Personen wurden gefunden und konnten schnell gerettet werden. Danach gab es für die Feuerwehrkameradinnen und Kameraden einen kleinen Imbiss in der Schule.
Ein Wochenende für die Zukunft unserer Freiwilligen Feuerwehren
Am vergangenen Wochenende hatten eine Kameradin und ein Kamerad der Feuerwehr Schnega die Möglichkeit, ihren Landkreis bei einem Seminar für Betreuer/innen von Kinderfeuerwehren zu vertreten. Angeboten wird dieses Grundlagenseminar von der Niedersächsischen Jugendfeuerwehr des Landesfeuerwehrverbandes e. V. Von Cuxhaven bis Göttingen kamen die verschiedenen ca. 30 Teilnehmer/innen. So unterschiedlich die Herkunftsorte auch waren, sind sie sich bei der Frage ihrer Aufgaben und Verantwortung in der Kinderfeuerwehr immer einig gewesen. Nach der Begrüßung durch die Lehrgangsleiterin Silke Weibels, die nicht nur bei der Feuerwehr ihre Erfahrungen und Ideen mit Kindern sammelt und dies mit viel Eifer und Freude an Gleichgesinnte weiter gibt, brach sie die erste Scheu mit ein paar kleinen Spielen und das Vorstellen der Freiwilligen im Zuge von kurzen Interviews untereinander. Die Seminarteilnehmer waren sich dessen bewusst, lernten aber auch, dass sie nun die Chance haben, die Qualität der Arbeit mit dem jüngsten Feuerwehrnachwuchs zu steigern. Das heißt im Endeffekt, dass die Kinderfeuerwehrdienste interessanter und lustiger gestaltet werden können und so die Motivation der Kinder gefördert wird. Das tolle daran ist, dass dies teilweise mit einfachen Mitteln und Eigeninitiative von den Betreuern der Feuerwehren möglich sein dürfte. Der erste oder vielleicht auch zweite Schritt ist mit diesem Seminar gemacht. Gerade für Feuerwehren, die noch am Anfang stehen oder eine Kinderfeuerwehr gründen wollen, ist diese Fortbildung sehr empfehlenswert. Auch im Außenbereich fanden Spiele statt, die eigentlich für die Kinderbetreuung gedacht waren. Doch schnell vergaßen die Kameradinnen und Kameraden wozu sie in Gailhof im Jugend-, Gäste- und Seminarhaus waren, denn mit viel Spaß und Einsatz rannten und taktierten sie gemeinsam über den Platz und lernten so weitere Kinderspiele kennen. Die Theorie kam natürlich auch nicht zu kurz. Neben der Unfallverhütung, rechtlichen Grundlagen, Dienstplangestaltungen, Basteltipps und Experimenten mit Feuer, wurde auch die Elternarbeit erläutert. Ein Selbstläufer war der Erfahrungsaustausch der Mitglieder, die sich alle mehr oder weniger ähnelten. Letztendlich fand sich ein eingeschworener Lehrgang auch bei einem gemütlichen Grillabend zusammen und beendete so einen langen Seminartag mit einem „Wir-Gefühl“. Nun gilt es das Gelernte in den verschiedenen Ortsfeuerwehren umzusetzen, denn wenn die Kinder, die Floriangruppen und Jugendfeuerwehren bis hin zum aktiven Dienst durchlaufen, ist ein Erhalt der Freiwilligen Feuerwehren im Landkreis einfacher.
Oh heiliger St. Florian Neues Unikate für das Feuerwehrmuseum
fri Neu Tramm. Das Historische Feuerwehrmuseum Neu Tramm (Landkreis Lüchow-Dannenberg) ist wieder einmal um ein Unikat reicher. Seit wenigen Tagen zieht in dessen Eingangsbereich eine Sankt Florian-Skulptur die Blicke auf sich. Die 1954 in der Oberpfalz (Bayern) geschaffene Figur ist eine Schöpfung des Bildhauers Johannes Ernst Born. Das Kunstwerk wurde nun von dessem Sohn, Dr. Rainer Born aus Schnega, durch Vermittlung von Bernd Lüder, Geschäftsführer des Kreisfeuerwehrverbandes, an das Museum übergeben.
Der in Dresden und in der Oberpfalz wirkende Künstler Born schuf bis zu seinem Tod 1958 vor allem Großplastiken und Reliefs für öffentliche Gebäude und Anlagen. Für seine Darstellung des heiligen Florian ist das Feuerwehrmuseum nach Aussagen seines Sohnes der richtige Ort: „Das ist ein schöner Platz. Ganz im Sinne meines Vaters, der seine Skulpturen der Öffentlichkeit zugänglich machen wollte.“
Florian war ein zum christlichen Glauben übergetretener römischer Beamter. Weil er sich weigerte, den Römern zu huldigen, wurde er unter Ehr- und Pensionsverlust Römer. Als einer Gruppe Christen andernorts der Prozess gemacht werden sollte, reiste Florian trotzdem an um ihnen zu helfen. Er wurde jedoch auf Befehl des römischen verhaftet und mit seinen Glaubensgenossen zum Tode verurteilt. Das Urteil soll am 4. Mai 304 vollstreckt worden sein. Dem Märtyrer wurden, so heißt es in Schriften, mit geschärften Eisen die Schulterblätter zerschlagen, anschließend sei Florian mit einem um den Hals in der ertränkt worden.
Über sein Sterben gibt es jedoch verschiedene Versionen. Nach der Legende soll er erschlagen worden sein. Unweit seines Todesortes entsprang eine heute noch ergiebige Quelle, der Heilkraft zugesprochen wird. Dieses Wasser füllten Gläubige in Säcke aus Ziegenleder und nahmen es mit.
Im Mittelalter wurde der heilige Florian schließlich zum Schutzpatron. Er wird seither aber nicht nur zum Schutz vor Feuer angerufen. ä und Schornsteinfeger, Bierbrauer und Gärtner, Töpfer, Schmiede und Seifensieder sowie Länder und Städte rufen den Heiligen an. In Deutschland werden die Teilnehmer im Funkverkehr der Blauröcke seit 40 Jahren mit dem Namen des Märtyrers bezeichnet und unter „Floriansjünger“ kann sich auch jeder etwas vorstellen. Florian wird zum Schutz und zur Hilfe gegen Feuer- und Brandgefahren, Kämpfe, Stürme, Unfruchtbarkeit der Felder sowie große Dürre angerufen. Weite Verbreitung fand der vermutlich ironisch gemeinte Spruch von einer : „Heiliger Sankt Florian, verschon mein Haus, zünd andre an!“
In Darstellungen ist der Heilige meist als Röhmer mit Fahne, Wasserkübel und manchmal auch mit einem Mühlstein am Hals zu finden. Der Bildhauer Born ist mit seiner nun in Neu Tramm stehenden Skulptur zur Darstellung mit einem Trinksack zurückgekehrt.
Unmittelbar vor der Übergabe des Schutzheiligen der Feuerwehrleute fand eine Mitgliederversammlung des Museums-Trägervereines statt. Dabei gab es wenig Veränderungen. Kreisbrandmeister Uwe Schulz bleibt für die nächsten vier Jahre Vorsitzender, Petra Steckelberg Schatzmeisterin und Holger Bannöhr Kassenführer. Die Leitung des Museums liegt auch weiterhin in den bewährten Händen von Jürgen Linde. Für den ehemaligen Ersten Kreisrat Martin Schultz tritt Karl-Christian Schlenker die Nachfolge an.
Text und Bild: Johann Fritsch
Museumsleiter Jürgen Linde, Dr. Rainer Born und Bernd Lüder (v.l.n.r.) mit dem Unikat
17. April 2010 - Jugendflammenabnahme Stufe I in Schnega
Kürzlich fand in Schnega die jährliche Abnahme der Jugendflamme statt. In diesem Jahr nahmen 42 Jugendfeuerwehrkinder von den Wehren Bergen an der Dumme, Billerbeck, Clenze, Lemgow, Schnega, Woltersdorf, Wustrow und Hitzacker teil. Die Kinder mussten 6 Stationen durchlaufen. So sollten Sie wissen, wie man einen Notruf absetzt und was dabei zu beachten sei. Auch wurde ihr technisches Wissen abgefordert, indem Sie z. B. die verschiedenen Längen und Durchmesser einzelner Druck- oder Saugschläuche benannten. Zudem mussten die Kids die Aufgaben vom Verteiler und Strahlrohren erläutern. Auch die Verkehrssicherheit war bei der Abnahme zur Jugendflamme ein Thema. Die meisten Probleme traten jedoch bei den vielen Knoten auf, wo selbst erfahrene Feuerwehrleute oft Probleme haben, da Sie viel zu selten angewandt werden. Doch mit Geduld und ein paar kleinen Tipps der Prüfer, die sich aus den einzelnen Jugendfeuerwehrwarten rekrutierten, bestand der Feuerwehrnachwuchs alle Stationen mit Bravour. Kinder, die ihre Prüfung abgelegt haben, hatten danach sogar die Möglichkeit Tischfussball, oder mit dem Ball zu spielen. So wurde keinem langweilig und jeder hatte seinen Spaß. Die Fachbereichsleiterin der Jugendflamme Andrea Neuschulz-Juskowiak zeigte sich erfreut über den Verlauf der Veranstaltung und natürlich den erfolgreichen Abschluss aller ihrer 42 Schützlinge. Ein besonderer Dank gilt auch der gastgebenden Wehr aus Schnega um Ortsbrandmeister Torsten Schmidt, der neben den Örtlichkeiten und technischem Gerät auch kurz entschlossen den Teilnehmern Getränke und einen kleinen Imbiss zur Verfügung stellte.
Comeback der Altersabteilung der Freiwilligen Feuerwehr Schnega
Jüngst trafen sich die Kameraden der Altersabteilung aus Schnega im Gerätehaus. Ortsbrandmeister Torsten Schmidt erklärte ihnen welche Möglichkeiten sie haben, die aktiven Kameraden der Wehr durch die Altersabteilung zu unterstützen. Schnell stellte sich heraus, dass das einigen Kameraden gar nicht bewusst war. So können die „alten Hasen“ nicht nur bei Versammlungen, Fahrzeugüberführungen, Festumzügen oder Arbeiten am und im Gerätehaus helfen. Sie haben auch die Chance die Aktiven zu unterstützen, falls die Sirene heult. Am Beispiel der Tagesbereitschaft macht es T. Schmidt den Kameraden deutlich. Denn das Tanklöschfahrzeug oder auch das Löschgruppenfahrzeug ist von vielen jungen Feuerwehrleuten nicht zu fahren, da die Fahrerlaubnis fehlt. Das Funkgerät könne dann auch von Alterskameraden überwacht werden. Außerdem kann die große Erfahrung der Mitglieder der Altersabteilung im Einsatzfalle eine wichtige Rolle spielen. Schmidt schlug diese Möglichkeiten vor, erinnerte dabei aber an die Richtlinie zum Thema Altersabteilung der Feuerwehr, ausgegeben von der Feuerwehr-Unfallkasse Niedersachsen. Wird also auf Veranlassung von Führungskräften der Feuerwehr ein Angehöriger der Altersabteilung zu aktiven Dienstleistungen herangezogen, besteht Versicherungsschutz durch die Feuerwehrunfallkasse Niedersachsen. Die Führungskraft muss allerdings sicher sein, dass die ausgeübte aktive Diensthandlung nicht in einem krassen Missverhältnis zur körperlichen Verfassung des Alterskameraden steht.
Auch die Kameradschaftspflege darf nicht zu kurz kommen, stellten die Feuerwehrleute klar. Idealerweise wechselt in diesem Jahr Dietrich-Wilhelm Ritzmann in die Altersabteilung. Ritzmann hat auf diesem Gebiet schon viele Erfahrungen gesammelt. So gilt es Ausflugs- und Besichtigungsfahrten zu planen und durchzuführen. Ein Ziel könnte zum Beispiel die Leitstelle in Lüchow sein. Alle Anwesenden waren sich einig die Altersabeilung wieder aufleben zu lassen. Es wurden auch gleich Nägel mit Köpfen gemacht und Ulrich Schmidt zum Gruppenführer der Altersabteilung von den Mitgliedern bestimmt. U. Schmidt lies sich nicht lange bitten und vereinbarte auch gleich ein nächstes Treffen der Altersabteilung. In diesen Zeiten kann eine Unterstützung der Altersabteilung unheimlich wichtig für die Aktiven der Feuerwehr Schnega sein.
13. März 2010 - Jahreshauptversammlungen der Feuerwehr Schnega
Dietrich-Wilhelm Ritzmann verlässt in diesem Jahr den aktiven Dienst und Jana Schmidt ist die neue Jugendsprecherin
Auch in diesem Jahr gab es in Schnega wieder zwei Jahreshauptversammlungen an einem Tag. Am Vormittag fand im Dörfergemeinschaftshaus die Versammlung der Floriankinder und der Jugendfeuerwehr statt. Nachdem Ortsbrandmeister Torsten Schmidt die Gäste und Mitglieder begrüßte, trugen die Floriangruppenwartin Maren Pollehn und die Jugendfeuerwehrwartin Birgit Schmidt ihre Jahresabschlussberichte vor. So berichteten Sie über die einzelnen Ausbildungsdienste, Spiele- und Bastelnachmittage, sowie diversen sportlichen Aktivitäten. Die Floriangruppe leistete 1717,5 Stunden für die Feuerwehr Schnega ab. Für die Betreuung der Floriankids vielen zusätzlich 487,5 Stunden an. Auch die Weihnachtsbaumsammelaktion, die zusammen mit der Jugendfeuerwehr durchgeführt wurde, machte den Kindern viel Spaß und durch die gesammelten Spenden, konnten weitere Vorhaben durchgeführt werden. So besuchte man zum Beispiel zusammen mit der Jugend das Badeland in Wolfsburg, wo wieder auch einige Eltern die Betreuer unterstützten. Auch bei verschiedenen Wettkämpfen nahm der Nachwuchs erfolgreich teil. Beim Kreisfloriancamp in Bergen/Dumme und beim Samtgemeindewettbewerb in Schweskau erreichte man den 2. Platz. Den 1. Tabellenplatz konnte sie bei den Gartower Wettkämpfen und einem Dreierballturnier in Lüchow erkämpfen. Beim Kreisfeuerwehrtag in Woltersburg belegten die Feuerwehrkinder den 3. Platz. Die Jugendfeuerwehr erbrachte 657 Stunden mit Feuerwehrtechnischer Ausbildung und 1. Hilfe. 621 Stunden vielen für allgemeine Kinder und Jugendarbeit an. Zusätzlich fielen für Vorbereitungen und Versammlungen 230 Stunden an. Um für den SG Wettkampf zu üben, tat die Jugend sich mit der Billerbecker Jugendfeuerwehr zusammen. So belegten sie den 5. Platz beim SG Feuerwehrtag. Außerdem belegten sie den 8. Platz beim Spiel ohne Grenzen in Bösel. T. Schmidt stellte noch einmal die ausgezeichnete Zusammenarbeit bei der Jugendarbeit mit seinen Nachbarwehren aus Billerbeck und Lütenthien in den Vordergrund und lobte sie sehr! Auf der Versammlung wurde Jana Schmidt zur neuen Jugendsprecherin gewählt, die Markus Pollehn ablöste und nun Nicole Hackenbroich unterstützen wird.
Am Abend fand dann die Jahreshauptversammlung der „großen“ Feuerwehrleute statt. Nach der Begrüßung der Gäste, passiven und aktiven Mitglieder der Wehr, eröffnet Torsten Schmidt die 84. Jahreshauptversammlung. Zunächst erinnerte Schmidt an den Höhepunkt des vergangenen Jahres. Im Mai konnte endlich die neue Fahrzeughalle mit 175 geladenen Gästen eingeweiht werden.
Leider konnte die Wehr in 2009 keine Wettkampfgruppe stellen, da viele der jungen Aktiven nur noch am Wochenende vor Ort, oder beruflich so stark eingebunden sind, dass sie keine Zeit für die Wettkampfgruppe fanden. Jetzt wurde allerdings ein neuer Anfang gemacht und so blickt man zuversichtlich in die Zukunft und hofft, dass eine neu formierte Wettkampfgruppe an den Start gehen wird. Im vergangenen Jahr rückte die Wehr zu 15 Brandeinsätzen aus, darunter auch 3 Wohnungsbrände und 11 Hilfeleistungen. Dazu kommen noch zahlreiche Wehr- und Ausbildungsdienste bei denen die aktiven Mitglieder über 1000 Stunden leisteten. Insgesamt erbrachten die Freiwilligen der Feuerwehr Schnega 3711 Stunden zum Wohle unserer Mitmenschen.
Nun ehrte der stellvertretende Gemeindebrandmeister Horst Jürgen Schlägel die Kameraden Günther Harms für 50jährige und Dieter Richter für 40jährige Mitgliedschaft sowie Ulrich Lühring und Dieter Bormann für 40jährigen Dienst im Feuerlöschwesen. Befördert wurden Maximilian Neumann-John zum Feuerwehrmann, Hauke Struck zum Oberfeuerwehrmann, und Thomas Lühring zum 1. Hauptfeuerwehrmann. Nachträglich wurden Karsten Schulz zum Oberfeuerwehrmann und Mirko Napiralla zum Hauptfeuerwehrmann befördert. Auch der 2. Mann der Feuerwehr Schnega, Bernd Lüder, durfte sich über eine Beförderung freuen. Er wurde von Horst Jürgen Schlägel zum Brandmeister befördert. Am Ende bat Schmidt noch Dietrich-Wilhelm Ritzmann nach vorne. D. W. Ritzmann erreicht in diesem Jahr das 62. Lebensjahr und muss damit der zurzeit gültigen Altersgrenze sein Tribut zollen und den aktiven Dienst beenden. Er bat bereits jetzt um Entlassung aus seinen Ämtern, damit seine Nachfolger ihr Amt nicht mitten im Jahr antreten müssen. Ritzmann war 34 Jahre im Kommando und zuletzt Gruppenführer und Sicherheitsbeauftragter. Schmidt dankte ihm für die langjährige Arbeit und Unterstützung. Nachfolger als Gruppenführer ist Horst Griebel, neuer Sicherheitsbeauftragter wird Wolfgang Struck.
Das Schlusswort lag beim stellvertretenden Ortsbrandmeister Bernd Lüder. Er stellte anschaulich dar, wie wichtig eine richtige Schutzausrüstung für Feuerwehrleute sei. Kürzlich wurde ein Ratsmitglied der Samtgemeinde Lüchow mit der Aufforderung zitiert, dass die Ortsbrandmeister genau prüfen sollten, für wen in der Wehr die 700 Euro teure Schutzausrüstung angeschafft werden sollte. Wenige Tage später gab es einen Bericht über die Rettung einer alten Dame aus ihrer brennenden Wohnung. Diese Rettung wäre ohne die entsprechende Schutzkleidung nicht möglich gewesen. So sollte bei Entscheidungen dieser Art, der Gedanke an die Sicherheit der Einsatzkräfte immer im Fordergrund stehen und nicht aus finanziellen Gründen aus den Augen verloren werden.
An einem weiteren Beispiel verdeutlichte Lüder diese Problematik. Denn vor einigen Monaten wurde im Nordkreis ein neues Löschfahrzeug in den Dienst gestellt! Die Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehr unterstützten diese Beschaffung mit sage und schreibe 20.000,00 €, um ein neues Fahrzeug zu bekommen, welches den Anforderungen für die nächsten 30 Jahre gerecht wird. In der Gemeinde Schnega sind sowohl in Billerbeck als auch in Schnega erhebliche Eigenleistungen erbracht worden, um Einstellplätze für die Einsatzfahrzeuge zu erstellen. Feuerwehrleute sind offensichtlicht nicht nur bereit an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr bereit zu sein, um dem Nächsten zu helfen und ihre Gesundheit und eventuell noch mehr auf das Spiel zu setzen, sondern sie bezahlen auch dafür.
links Jana Schmidt mit Nicol Hackenbroich
Diedrich- Wilhelm Ritzmann hält seine letzte Ansprache vor der Versammlung in seinem Amt
Die geehrten und beförderten Kameraden stellen sich der "Presse"
07. März 2010 - Die Freiwillige Feuerwehr Schnega feierte 20 Jahre Partnerschaft mit seinen Kameraden aus Bierstedt
Zur 20. Jahresfeier trafen sich Abordnungen der Wehren aus Bierstedt und Schnega im Swinmark-Grenzlandmuseum Göhr zu einem Sektempfang und einer Museumsführung. Nachdem Deutschland wieder vereint war, stellten die Kameraden aus Bierstedt über Umwege den Kontakt mit den Verantwortlichen der Feuerwehr Schnega her. Schnell einigte man sich damals auf eine Partnerschaft! Nach der Begrüßung vom Ortsbrandmeister Torsten Schmidt und einem kurzen Resümee über die zurückliegenden Jahre und der feierlichen Übergabe von Gastgeschenken, hatten die Kameradinnen und Kameraden die Möglichkeit die Vergangenheit im Grenzlandmuseum wieder aufleben zu lassen. Interessiert verfolgten die Versammelten die anschließende Führung von Dietrich-Wilhelm Ritzmann, der das Museum in einem ehemaligen Trecker- und Maschinengebäude mit viel Eifer und Arbeit 1998 aufbaute. Hier wurden den Kameraden aus Bierstedt Dinge gezeigt, die sie in der damaligen DDR nicht sehen konnten und durften, da Sie ohne besondere Genehmigung gar keine Möglichkeit hatten das Grenzgebiet zu betreten. Original-DDR-Sperranlagen mit Grenzzäunen, Grenzsteinen und einer Grenzboje erstaunten nicht nur die Gäste sondern auch die Gastgeber. D. W. Ritzmann befasst sich schon sein halbes Leben mit diesem Thema und wusste über so manche gefährliche Begegnung am Grenzzaun zu berichten. Selber auch in der Freiwilligen Feuerwehr aktiv, bedrohte ihn und die anderen Kameraden damals bei einem Waldbrand im Grenzbereich ein Grenzsoldat indirekt mit seiner Dienstwaffe und forderte sie so auf kein Wasser Marsch zu geben. So blieb den Einsatzkräften aus dem „Westen“ nur abzuwarten, bis die Kameraden aus Salzwedel eintrafen, um dann das Feuer mit Ostdeutschem Wasser zu bekämpfen! Eben genau dieser Soldat besuchte im letzten Jahr das Grenzlandmuseum und stellte sich „unangenehmen“ Fragen, die er dann aber auch beantwortete. Natürlich sind jetzt die Wogen geglättet und man unterhält sich über die Vergangenheit und lässt sie Geschichte bleiben. Nach diesen interessanten Erfahrungen gingen die Feierlichkeiten bei einem Brunch im Gerätehaus der Feuerwehr Schnega weiter und so wurden alte und aktuelle Geschichten ausgetauscht. Alle waren sich einig, dass die Partnerschaft auch in den nächsten Jahren gefördert und gehalten werden soll.
Ortsbrandmeister Torsten Schmidt überreicht Detlev Lüthe aus Bierstedt ein Dankeschön und eine Erinnerung an diesen Tag
Dietrich-Wilhelm Ritzmann erklärt die Grenzanlagen, die für Kleinwild kein Problem darstellten
Feierlichkeiten im Gerätehaus von Schnega der Kameradinnen und Kameraden aus Bierstedt und Schnega
27. Februar 2010 Aus und Weiterbildung im Bereich der Überdruckventilation für Feuerwehren im Südkreis -Frischer Wind in Clenze-
Das war das Motto des Übungstages einiger Freiwilligen Feuerwehren des Südkreises, die mit einem Drucklüfter ausgerüstet sind oder die Anschaffung planen. Neben der gastgebenden Wehr aus Clenze, nahmen noch die Kameradinnen und Kameraden aus Kiefen, Bergen/Dumme und aus Schnega teil. Mit gemischten Erwartungen sind die ca. 30 Feuerwehrleute am Samstagmorgen zur Ausbildung erschienen. Was sollte es denn schon so viel Neues über ein Gerät zu lernen geben, welches man doch relativ selten zur Brandbekämpfung einsetzt. Der bei einigen Feuerwehren über Jahre „fest eingesessene“ Gedanke keine Luft in ein Feuer ein zu bringen sollte hier neu überdacht werden.
Die Ausbildung leitete Torsten Bodensiek, er arbeitet bei einer Werkfeuerwehr eines großen deutschen Automobilkonzerns. Hier wird auch ein mobiler Großventilator eingesetzt.
Der Großventilator ist aufgrund der Ausmaße der Produktion und Fertigungshallen so groß, dass er auf einem speziellen Feuerwehrfahrzeug vorgehalten wird. Da der Gerätewart der Feuerwehr Clenze bei einer Weiterbildung den Kameraden Torsten Bodensiek kennenlernte und mit ihm ins Gespräch kam, ist diese Ausbildung zustande gekommen. Dieser Freundschaftsdienst von Torsten Bodensiek ermöglicht also die interessante Aus und Fortbildung.
Zusammen mit den Ausbildungsteilnehmern erarbeitet er verschiedene Einsatzmöglichkeiten der Überdruckventilation. Bisher wurde der Druckbelüfter nur zum belüften verqualmter Räume oder Gebäude nach einem Einsatz genutzt. Weitere Einsatzmöglichkeiten bringt die taktische Ventilation. Hierbei wird das mobile Ventilationsgerät so eingesetzt, dass das Feuer und die Rauchgase so wenig Schaden wie möglich anrichten. Die Gefahren für die Einsatzkräfte werden beim Angriff minimiert, da die Sicht besser ist und heißer Wasserdampf von Ihnen fern gehalten werden kann. So kann man auch schneller und gezielter Personen retten und das Feuer bekämpfen. Außerdem gab er den Feuerwehrleuten weitere wichtige Tipps mit auf den Weg. Es gibt viele Möglichkeiten im Einsatz für die Atemschutzgeräteträger und andere Einsatzkräfte, den Schaden durch ihre Handlungen so gering wie möglich zu halten. Bei besserer Sicht sind möglicherweise Alternativen zu herkömmlichen Vorgehensweisen erkennbar.
Torsten Bodensiek eignete sich Erfahrungen unter anderem in der Schweiz an, die führend auf dem Gebiet der Einsatzstellen Ventilation ist. Er zeigte den Feuerwehrleuten mit einfachen praxisorientierten Beispielen, an Hand von theoretischen Erläuterungen und Einsatzvideos, wie effektiv das Arbeiten mit den Überdruckventilatoren in verschiedenen Einsatzfällen sein kann. Dadurch, dass gleich 4 Feuerwehren an dieser Ausbildung teilnahmen, stellte sich heraus, dass nicht jede Wehr den gleichen Druckbelüfter besitzt. So gibt es Unterschiede in der Wirkung der Ventilatoren, die man beim Einsatz der Druckbelüfter unbedingt wissen sollte. Wichtig für alle Beteiligten an diesen Übungstag war die Erkenntnis, dieselbe „Sprache“ an der Einsatzstelle zu sprechen und den Mut zu besitzen den Druckbelüfter einzusetzen, um erfolgreich gegen das Feuer und die Brandgase anzukämpfen, um so den Gesamtschaden zu reduzieren. Alle Kameradinnen und Kameraden waren von dieser Schulung begeistert und versuchen, die neuen Erkenntnisse bei den zukünftigen Einsätzen umzusetzen, um noch sicherer und effektiver zu arbeiten. Ein besonderer Dank gilt nicht nur dem Dozenten, sondern auch der Samtgemeinde, die diese Tagesschulung finanziell unterstützte.
T. Bodensiek erklärt die verschieden Wirkungsweisen der Druckbelüfter
16. Januar 2010 - Nach der Arbeit kam das Vergnügen
Weihnachtsbaumsammelaktion war ein voller Erfolg
Am vergangenen Samstagmittag trafen sich die Betreuer und der Feuerwehrnachwuchs aus Schnega, um wie jedes Jahr die Weihnachtsbäume im Ort gegen eine kleine Spende abzuholen. Ausgerüstet mit einem Traktor sammelten sie zwei Anhänger voll Christbäume in den Straßen von Schnega ein. Warm eingepackt in ihre Schneeanzüge klingelten die Kids bei den Mitbürgern, die sich vorher bei der Feuerwehr gemeldet haben. Danach wurden letzte Vorbereitungen für die anschließende Christbaumparty am Abend getroffen. Hier sollten dann die Weihnachtsbäume verbrannt werden und für die nötige Wärme sorgen. Das winterliche Wetter mit viel Schnee versprach Spaß für Groß und Klein. Nach und nach kamen immer mehr Interessierte zur Party, um Ihren Christbaum brennen zu sehen. Zum kleinen Preis wurde den Gästen von Kakao über Punsch bis hin zu Glühwein und Bratwurst vieles für das leibliche Wohl angeboten. Da dieser Tag den Kindern der Feuerwehr galt, hatten sie sogar alles frei. Nachdem sich das Weihnachtsbaumfeuer dem Ende zu neigte, wurde die Feier in die dafür vorbereitete alte Fahrzeughalle verlegt. Bei Musik und gemütlichem Zusammensitzen, ging die Feier noch bis in die Nacht hinein. Die Feuerwehr Schnega und deren Nachwuchs bedanken sich bei allen die gespendet haben und den Gästen für die finanzielle Unterstützung. So freut man sich schon auf die nächste Christbaumparty 2011.
05. Dezember 2009 - Zum Jahresabschluss richtete die Freiwillige Feuerwehr Schnega eine Gemeindeübung aus
Bei der Begrüßung am Gerätehaus durch den Ortsbrandmeister der Freiwilligen Feuerwehr Schnega Torsten Schmidt, erfuhr deren Stellvertreter Bernd Lüder, dass er Einsatzleiter der Gemeindeübung sei. Etwas überrascht aber auch mit Vorfreude nahm er sich dieser Aufgabe an. Wenige Minuten später erfuhren die ahnungslosen Feuerwehrkräfte aus Lütenthien, Billerbeck und Schnega über Funk ihren Einsatzort. In der Langestr. sollte ein Wohnhausbrand wüten. Sofort rüsteten sich die Atemschutzgeräteträger schon während der Fahrt mit ihren Pressluftgeräten aus. Am Einsatzort angekommen, hörten die Feuerwehrleute laute Hilferufe aus dem Haus. Teilweise zeigte sich eine im verqualmten Gebäude zurückgebliebene Person am Fenster. Fragen beantwortete der im Brandobjekt eingeschlossene Mann aufgeregt und panisch. So konnte der Einsatzleiter keine genauen Erkenntnisse über die Anzahl der im Gebäude befindlichen Menschen erlangen. Daher mussten die unter PA ausgerüsteten Angriffstrupps neben der Brandbekämpfung das Gebäude nach weiteren Personen absuchen. Insgesamt 4 Trupps aller Wehren waren daran beteiligt und konnten schließlich 2 Personen retten. Das fiktive Feuer war schwer in den Griff zu bekommen, daher wurden die Drehleitern aus Lüchow und Dannenberg vom Einsatzleiter nachalarmiert. Da die Langestr. die Ortsdurchfahrt von Schnega ist, musste die Einsatzstelle, die Kameradinnen und Kameraden, sowie das technische Gerät entsprechend gesichert werden. Mehrere Schlauchbrücken ermöglichten außerdem einen reibungslosen Straßenverkehr. Nach der Übung fand im Schnegaer Gerätehaus eine kurze Manöverkritik statt. Die Teilnehmer waren sich einig, dass auch diese Übung zur Einsatzqualität und Sicherheit unserer Mitbürgerinnen und Mitbürger beigetragen hat. Nach einer Verpflegung mit Bockwurst und Getränken, gingen die Teilnehmer dann in ihr verdientes Wochenende.
Sichtlich erfreut über die eintreffenden Retter stand unser Ortsbrandmeister am Fenster des Brandobjektes. Vorher schrie er lauthals um Hilfe!
Die Leiter wurde schnell in Stellung gebracht und der AGT Trupp bekam seinen Auftrag!